Rohrpumpe & Propellerpumpe am Koiteich: Wann sie effizient sind

Rohrpumpe & Propellerpumpe am Koiteich: Wann sie effizient sind

Propellerpumpen und Rohrpumpen sind am Koiteich besonders dann interessant, wenn große Wassermengen mit möglichst geringer Förderhöhe bewegt werden sollen. Genau dort können sie ihre Stärke ausspielen.

Sie sind deshalb vor allem für Schwerkraftsysteme hinter Trommel-, Endlosband- oder Bürstenfiltern geeignet. Für hohe Druckverluste oder große Höhenunterschiede sind klassische Druckpumpen oft die passendere Bauart.

Warum Propellerpumpen bei geringer Förderhöhe effizient sind

Der Pumpenkopf ist darauf ausgelegt, viel Wasser bei vergleichsweise geringem Druck zu bewegen. Je kleiner der Höhenunterschied zwischen Filter und Rücklauf, desto günstiger kann der Betriebspunkt ausfallen.

Der reale Stromverbrauch pro gefördertem Kubikmeter hängt deshalb nicht nur von der Pumpe, sondern stark von der gesamten Anlage ab.

Was zählt zur Förderhöhe?

Nicht nur der sichtbare Höhenunterschied ist relevant. Auch Rohrreibung, Bögen, Verengungen, Wärmetauscher und andere Einbauten erzeugen Druckverluste.

Deshalb sollte eine Pumpe immer im tatsächlichen System betrachtet werden.

PP-Serie: getauchter Einbau

Die PP-Pumpen werden direkt im Wasser betrieben. Das macht den Einbau in Pumpenkammern hinter einem Schwerkraftfilter sehr einfach.

Die PP30-75 arbeitet laut aktueller Produktkonfiguration im Bereich von etwa 30 bis 160 Watt und ist für niedrige Förderhöhen ausgelegt.

PP30-75 ansehen

MP-Serie: auch trocken aufstellbar

Die MP-Pumpen können je nach Modell außerhalb des Wassers betrieben werden. Das ist praktisch, wenn die Pumpe zugänglich und trocken installiert werden soll.

Dafür müssen Anschlussart, Einbaulage und Ansaugbedingungen exakt zum jeweiligen Modell passen.

MP50-100L ansehen

Propellerpumpe oder klassische Teichpumpe?

Propeller-/Rohrpumpe: sinnvoll bei hohen Durchflüssen und niedriger Förderhöhe.

Druckpumpe: sinnvoller, wenn größere Höhenunterschiede oder erhebliche Druckverluste überwunden werden müssen.

Eine Propellerpumpe ist deshalb nicht pauschal „besser“, sondern für einen bestimmten hydraulischen Einsatzbereich optimiert.

Regelbarkeit ist ein großer Vorteil

Ein regelbares System kann an Saison, Filterzustand und gewünschten Durchfluss angepasst werden. Dadurch muss eine Pumpe nicht dauerhaft auf maximaler Leistung laufen.

Bei mehreren Rückläufen oder Pumpen kann es außerdem sinnvoll sein, mehrere Aggregate auf niedrigerer Stufe zu betreiben statt eine einzelne Pumpe dauerhaft an der Grenze zu fahren.

Wie viel Durchfluss braucht der Teich?

Für die Pumpenauswahl betrachten wir das Gesamtwasservolumen einschließlich wasserführendem Filtervolumen, den gewünschten Umwälzrhythmus und die tatsächliche Rohrhydraulik.

Eine theoretische Pumpenleistung auf dem Datenblatt reicht für die Planung nicht aus.

Stromverbrauch vergleichen

Für einen fairen Vergleich sollte nicht nur die Wattzahl betrachtet werden, sondern die tatsächlich erreichte Wassermenge am realen Betriebspunkt.

Die praktische Kennzahl lautet deshalb eher:

Wie viele Kubikmeter pro Stunde bekomme ich bei meiner Anlage für die eingesetzte elektrische Leistung?

Fazit

Propeller- und Rohrpumpen sind besonders stark in Schwerkraftsystemen mit niedriger Förderhöhe. Wer Rohrführung und Pumpenkammer von Anfang an darauf auslegt, kann große Wassermengen mit moderater Leistungsaufnahme bewegen.

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