Koi Futterautomat: sinnvoll? Vorteile, Einstellung & LINN

Koi Futterautomat: sinnvoll? Vorteile, Einstellung & LINN

Ein Koi-Futterautomat ist vor allem dann sinnvoll, wenn die tägliche Futtermenge nicht in ein oder zwei große Portionen, sondern auf mehrere kleine Fütterungen verteilt werden soll.

Gerade in der warmen Jahreszeit kann das praktisch sein: Der Bestand bekommt seine berechnete Tagesration regelmäßig über den Tag, auch wenn niemand zuhause ist.

Wichtig ist dabei ein Punkt:

Der Futterautomat bestimmt nicht, wie viel gefüttert werden soll. Er verteilt nur die zuvor festgelegte Tagesmenge.

Koi Futterautomat zur automatischen Fütterung im Koiteich

Wann ist ein Koi-Futterautomat sinnvoll?

Ein Futterautomat lohnt sich besonders, wenn du deine Koi häufiger als ein- oder zweimal täglich füttern möchtest, tagsüber nicht zuhause bist oder eine größere Tagesration kontrolliert auf mehrere kleine Portionen verteilen willst.

Er ist damit vor allem ein Werkzeug für Regelmäßigkeit und Portionierung.

Wer ohnehin nur sehr geringe Futtermengen gibt oder seine Koi bei jeder Fütterung persönlich beobachten möchte, braucht dagegen nicht zwingend einen Automaten.

Wie oft sollte ein Futterautomat Koi füttern?

Die passende Anzahl hängt von Wassertemperatur, Tagesration und Fütterungsziel ab.

Bei warmem Wasser und aktiven Koi können beispielsweise 5 bis 10 kleinere Fütterungen pro Tag sinnvoll sein.

Entscheidend ist aber nicht die Zahl allein. Die gesamte Tagesmenge muss zum Bestand passen.

Beispiel:

Benötigt ein Bestand 420 g Koifutter pro Tag und die Menge soll auf sieben Fütterungen verteilt werden, ergibt das im Mittel etwa 60 g je Ausgabe.

→ Koi-Futterrechner nutzen

Warum mehrere kleine Fütterungen?

Mehrere kleine Portionen erleichtern es, eine größere Tagesration gleichmäßig über den Tag zu verteilen.

Gerade bei intensiverer Fütterung ist das oft praktischer als wenige große Futtergaben.

Auch bei größeren Beständen kann die räumliche und zeitliche Verteilung helfen, dass nicht immer dieselben dominanten Tiere den größten Anteil einer großen Einzelportion aufnehmen.

Mehr Fütterungen bedeuten aber ausdrücklich nicht automatisch mehr Futter.

→ Koi füttern: Wie oft, wie viel und bei welcher Temperatur?

Welcher Futterautomat passt zu unserem Konzept?

Für unser Fütterungskonzept haben wir uns für einen klaren Ansatz entschieden: Statt viele verschiedene Automaten anzubieten, konzentrieren wir uns auf den LINN Profi-Futterspender.

Der Grund ist vor allem die sehr flexible Steuerung. Der Automat ermöglicht laut Gerätespezifikation 2 bis 100 Fütterungsintervalle pro Tag und dosiert über die Laufzeit des Auswurfmechanismus.

Damit lässt sich die berechnete Tagesration sehr fein über den Tag verteilen.

Passt der LINN Futterautomat zu GRÜN?

Ja. Der LINN ist laut Spezifikation für Pellets von etwa 4 bis 9 mm ausgelegt.

Damit liegt unsere GRÜN-Pelletgröße von etwa 4,5 mm genau im vorgesehenen Bereich.

Das ist für uns wichtig, weil Futter und Automat technisch zusammenpassen sollen und nicht erst über zusätzliche Adapter oder Sonderlösungen kompatibel gemacht werden müssen.

Wie stellt man die richtige Futtermenge ein?

Bei einem zeitgesteuerten Automaten sollte die Laufzeit nicht einfach geschätzt werden.

Die tatsächlich ausgegebene Grammmenge hängt unter anderem von Pelletgröße, Form, Schüttdichte und Füllstand des Behälters ab.

Deshalb ist eine einfache Kalibrierung sinnvoll:

  1. Automat mit dem tatsächlich verwendeten Futter befüllen.
  2. Eine definierte Laufzeit einstellen.
  3. Mehrere Testausgaben auffangen und wiegen.
  4. Durchschnittliche Grammmenge pro Sekunde beziehungsweise Ausgabe bestimmen.
  5. Gewünschte Portionsgröße daraus ableiten.

So wird aus einer reinen Zeiteinstellung eine nachvollziehbare Futtermenge.

Beispiel: Tagesration auf den LINN übertragen

Angenommen, der Futterrechner ergibt 600 g pro Tag und du möchtest achtmal füttern.

Dann liegt die Zielgröße bei durchschnittlich 75 g je Fütterung.

Wenn deine eigene Kalibrierung beispielsweise zeigt, dass der Automat in einer bestimmten Laufzeit rund 75 g GRÜN ausgibt, wird genau diese Einstellung für die acht Tagesintervalle verwendet.

Die Zahlen dienen nur als Rechenbeispiel. Die tatsächliche Ausgabe muss immer am eigenen Automaten mit dem verwendeten Futter geprüft werden.

Technische Eckdaten des LINN Profi-Futterspenders

  • 2 bis 100 Fütterungsintervalle pro Tag
  • zeitgesteuerte Dosierung
  • für Pellets von ca. 4 bis 9 mm
  • Futterbehälter bis ca. 5 kg
  • 230-V-Anschluss
  • ca. 10 m Stromkabel
  • leiser Betrieb
  • Steuereinheit spritzwassergeschützt
  • in Deutschland entwickelt und produziert

Wie viel Futter sollte in den Behälter?

Auch wenn der Behälter bis zu mehreren Kilogramm aufnehmen kann, muss er nicht grundsätzlich maximal gefüllt werden.

Wie viel Futter sinnvoll eingefüllt wird, hängt davon ab, wie schnell es verbraucht wird und wie lange es unter den jeweiligen Bedingungen im Behälter liegt.

Für uns ist wichtiger, regelmäßig frisches Futter nachzufüllen, als möglichst lange ohne Kontrolle auszukommen.

Futterautomat im Urlaub – einfach laufen lassen?

Ein Automat kann die Fütterung während einer Abwesenheit deutlich erleichtern. Er ersetzt aber nicht die Kontrolle des Teiches.

Vor einer längeren Abwesenheit sollte die Einstellung mehrere Tage im normalen Betrieb getestet werden.

Außerdem sollte sichergestellt sein, dass Filter, Pumpen, Belüftung und Wasserqualität zuverlässig funktionieren.

Ein Futterautomat kann Futter ausgeben – einen technischen Fehler im Teich erkennt er nicht automatisch.

Was passiert bei kühlem Wasser?

Mit sinkender Wassertemperatur muss die Tagesration reduziert werden. Der Automat sollte deshalb nicht einfach das ganze Jahr mit derselben Einstellung weiterlaufen.

Im Herbst und Winter müssen Futtermenge und Anzahl der Ausgaben an Aktivität und Fressverhalten der Koi angepasst werden.

→ Koi im Winter richtig füttern

GRÜN oder SINKFUTTER im Futterautomat?

Für die automatische Fütterung sehen wir den größten Vorteil zunächst bei GRÜN.

Schwimmendes Futter bleibt an der Oberfläche sichtbar. Dadurch lässt sich leichter kontrollieren, ob die ausgegebene Portion vollständig aufgenommen wird.

SINKFUTTER kann technisch ebenfalls automatisch ausgegeben werden, wenn Pelletgröße und Mechanik passen. Weil nicht aufgenommenes sinkendes Futter schlechter sichtbar ist, sollte die Dosierung hier besonders vorsichtig erfolgen.

Typische Fehler beim Einsatz eines Koi-Futterautomaten

  • zu große Tagesmenge einstellen
  • Ausgabemenge nicht mit dem tatsächlichen Futter kalibrieren
  • bei fallenden Temperaturen dieselbe Einstellung beibehalten
  • Automaten befüllen und anschließend den Teich nicht mehr kontrollieren
  • große Einzelportionen programmieren, obwohl mehrere kleine Ausgaben möglich wären

Unser Fazit zum Koi-Futterautomat

Ein Futterautomat ist kein Muss für jeden Koiteich.

Wer seine Koi jedoch mehrfach täglich füttern möchte, bekommt damit ein sehr praktisches Werkzeug, um eine berechnete Tagesration gleichmäßig und reproduzierbar zu verteilen.

Für unser Konzept aus Futterrechner, GRÜN und mehreren kleinen Tagesportionen passt der LINN Profi-Futterspender deshalb besonders gut.

→ LINN Futterautomat für Koi ansehen

Häufige Fragen zum Koi-Futterautomat

Wie oft kann der LINN Futterautomat füttern?

Laut Gerätespezifikation sind 2 bis 100 Fütterungsintervalle pro Tag möglich.

Welche Pelletgröße funktioniert?

Der Automat ist für Pellets von etwa 4 bis 9 mm vorgesehen. Damit liegt GRÜN mit etwa 4,5 mm innerhalb dieses Bereichs.

Wie viel Futter gibt der Automat pro Fütterung aus?

Das hängt vom verwendeten Futter und der eingestellten Laufzeit ab. Deshalb sollte die tatsächliche Ausgabe mit dem eigenen Futter gewogen und kalibriert werden.

Ist ein Futterautomat gut für Koi-Wachstum?

Ein Automat erzeugt nicht automatisch mehr Wachstum. Er kann aber helfen, eine passende Tagesration auf mehrere kleine Fütterungen zu verteilen. Wachstum hängt zusätzlich von Genetik, Temperatur, Wasserqualität, Sauerstoff und Gesamtfuttermenge ab.

Kann ein Futterautomat im Winter weiterlaufen?

Grundsätzlich ja, aber nicht mit unveränderter Sommerfütterung. Die Menge muss mit sinkender Wassertemperatur und Aktivität der Koi deutlich angepasst werden.

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